Fachbegriff
Reichweite
Reichweite bezeichnet, wie viele Menschen einen Beitrag, eine Werbeanzeige oder einen Newsletter sehen. Im digitalen Marketing wird zwischen organischer Reichweite (kostenlos durch Algorithmen erzeugt) und bezahlter Reichweite (durch Werbeanzeigen erkauft) unterschieden. Für lokale Betriebe ist Reichweite kein Selbstzweck: Wertvoller als 10.000 anonyme Sichtkontakte sind 100 Menschen aus der eigenen Region, die wirklich Interesse haben. Qualität schlägt Quantität.
Warum lokale Betriebe Reichweite anders bewerten sollten
Wenn ein Reel auf Instagram 50.000 Mal angesehen wird, klingt das nach Erfolg. Wenn 49.500 dieser Sichtkontakte aus Hamburg, Berlin oder Wien stammen, bringt es einem Friseur in Staufen oder einem Weingut im Breisgau gar nichts. Genau deshalb gilt für lokale Betriebe: Nicht die Gesamtreichweite zählt, sondern die regionale Reichweite. 200 Menschen im Umkreis von 30 Kilometern, die einen Beitrag tatsächlich sehen, sind wertvoller als 50.000 anonyme Klicks aus dem ganzen Land.
Wo Reichweite gemessen wird
- Social Media: Sichtkontakte pro Post, Story, Reel
- Google Business Profile: Aufrufe, Suchanfragen, Wegbeschreibungen
- Newsletter: Öffnungsrate (wie viele die E-Mail tatsächlich lesen)
- Werbeanzeigen: Impressionen und tatsächlich ausgespielte Sichtkontakte
- Website: Besucher, Seitenaufrufe, Verweildauer
Wie sich Reichweite gezielt regional steuern lässt
Bei Meta Ads und Google Ads lässt sich die Zielgruppe geografisch eingrenzen – zum Beispiel auf einen Umkreis von 15 Kilometern um Müllheim. Bei organischen Posts helfen lokale Hashtags (#weingutmüllheim, #friseurstaufen) und konkrete Ortsangaben in den Texten. Im Google Business Profile sorgen Branchenkategorie und gepflegte Daten dafür, dass Sie bei lokalen Suchen ausgespielt werden.
